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Ursprung

Das Shaolin-Kloster wurde in der Nördlichen Wei-Dynastie (386–534) durch Kaiser Xiaowen (reg. 471–499) im Jahr 495 gegründet. Die ersten Referenzen auf Zweikämpfe im Shaolin-Kloster finden sich im Xu gaoseng zhuan (Fortsetzung der Biographien berühmter Mönche), das Anfang des 6. Jahrhunderts verfasst wurde.

 

In diesem Werk wird beschrieben, wie ein Mönch namens Sengchou seine Mitmönche zu einem Wettkampf aufforderte. In dessen Verlauf lief er waagerecht an einer Wand entlang, sprang bis unter das Tempeldach und stemmte sehr schwere Gewichte. Außerdem war er mit den Fäusten so flink und behände, dass alle ihm gehorchten und sich ihm unterwarfen.

Die zweite wichtige Persönlichkeit, die häufig mit der Entwicklung der Shaolin-Kampfkunst in Beziehung gebracht wird, ist der indische Mönch Bodhidharma.

440 - 528

Bodhidharma

Bodhidharma war der Sohn einer Kriegerfamilie und wurde in der Kunst des Kampfsports unterrichtet.

 

Nach dem Tode seines Meisters wurde er der 28. Patriarch nach dem historischen Buddha. Von da an nahm er den Namen Bodhidharma an (in Mandarin auch Da Mo genannt).

Da Mo näherte sich dem Ort des Shaolintempels im Norden Chinas. Er begab sich geradewegs in eine nah gelegene Höhle, wo er sich im Lotussitz vor die Wand setzte und neun Jahre mit dem Gesicht zur Wand meditierte.

Nach neun Jahren schloss er sich den Mönchen an, setzte sich in seine neue Tempelzelle und meditierte weitere vier Jahre.

Der Legende nach legte Da Mo in diesem Kloster die Keimzelle einiger chinesischer Kampfkünste.

Das zu jener Zeit heprägte Shaolin-Kloster erfuhr die Kombination aus Meditationspraktiken des Chan/Zen und körperertüchtigenden Bewegungen Xǐsuǐjīng und Yìjīnjīng.

Aus diesen Bewegungen entstand dann die spätere Shaolin-Kampfkunst sowie die Form Shiba luohan shou („Die 18 Hände der Arhats“).

 

Da Mo lehrte die Kampfkunst im Unterschied zu seinen Shaolin-Nachfolgern allerdings nur als ergänzende Disziplin zum Erreichen der Erleuchtung.

487–593

Dazu Huike

Huike war ein Gelehrter, sowohl in buddhistischen Schriften, als auch in klassischen chinesischen Texten, einschließlich des Taoismus.

Er traf seinen Lehrer Bodhidharma im Jahr 528 im Shaolin-Kloster, als er ungefähr vierzig Jahre alt war und sechs Jahre bei Bodhidharma studierte.

Huike ging um 534 nach Yedu und lebte bis auf eine Zeit politischer Unruhen und buddhistischer Verfolgung im Jahr 574 in der Gegend von Yedu und Wei für den Rest seines Lebens.

496 - 606

Jianzhi Sengcan

Es wird gesagt, dass Sengcan (alte Schreibweise: Tsang Tsan) über vierzig Jahre alt war, als er Huike 536 zum ersten Mal traf und dass er sechs Jahre bei seinem Lehrer blieb. Es war Huike, der ihm den Namen Sengcan („Gem Monk“) gab.

Sengcanr floh mit Huike wegen der damals laufenden buddhistischen Verfolgung in die Berge.

Nach der Übertragung lebte Sengcan auf dem Wangong-Berg in Yixian und dann auf dem Sikong-Berg im Südwesten von Anhui. Danach wanderte er zehn Jahre lang mit kein fester Wohnsitz.

Sengcan galt wie Bodhidharma und Huike vor ihm als Devotee und Spezialist für das Studium der Lankavatara Sutra, die die Beseitigung aller Dualität und das „Vergessen von Worten und Gedanken“ lehrte, die Betrachtung der Weisheit betonen.

Er starb 606 unter einem Baum vor einer Dharma-Versammlung.

Sengcan erhielt den Ehrentitel Jianzhi ("Weisheit spiegeln") vom Kaiser Xuan Zong aus der Tang-Dynastie.

580–651

Dayi Daoxin

Daoxin kümmerte sich neun Jahre um Sengcan. Daoxin wurde 607 zum Mönch ordiniert.

 

Im Jahr 617 reisten Daoxin und einige seiner Schüler in die Provinz Ji und betrat die Stadt, die von Banditen belagert wurde. Daoxin brachte den Bewohnern das bei Mahaprajnaparamita Sutra (Vollkommenheit der Weisheit), was dazu führte, dass die Banditen ihre Belagerung aufgaben.

Daoxin ließ sich schließlich am East Mountain Temple nieder Shuangfeng ("Twin Peaks") wo er dreißig Jahre lang Chan Buddhismus unterrichtete und eine große Anzahl von Praktizierenden anzog.

Im August 651 befahl Daoxin seinen Schülern, seine Stupa zu bauen, sobald er sterben würde.

Der Kaiser Dai Zong ehrte Daoxin mit dem posthumen Namen „Dayi“ (Großer Heiler).

601 - 674

Daman Hongren

Im Alter von sieben oder zwölf Jahren verließ Hongren sein Zuhause, um Mönch zu werden, und begann sein Studium bei Daoxin, der der Überlieferung nach sofort seine Einsicht erkannte.

 

Das Ch'üan fa pao chi (Annalen der Übermittlung des Dharma-Schatzes), geschrieben um 712, sagt, dass Hongren ruhig und zurückgezogen war, fleißig in seinen niederen Arbeiten und die ganze Nacht in Meditation saß. Er „schaute nie auf die buddhistischen Schriften“, verstand aber alles, was er hörte. Nach etwa zehn Jahren Unterricht heißt es in der Akte, dass „acht oder neun von zehn ordinierten und Laienaspiranten im Land bei ihm studiert hatten“.

Hongren blieb bei Daoxin bis zu dessen Tod im Jahr 651. Vermutlich war er bei Daoxin, als der Meister in Ta-lin ssu auf dem Berg Lou war und folgte ihm zum Berg Shuangfeng, einem der „Zwillingsgipfel“ von Huangmei.

Hongren war maßgeblich an der Entwicklung des frühen chinesischen Chan beteiligt.

Die Lehren von Daoxin und Hongren wurden als „East Mountain Teachings“ bekannt, aber Hongren war der prominentere der beiden.

Spätere Überlieferungen besagen, dass Hongren nach Daoxins Tod die Gemeinde von Mönche zum East Peak, dem östlichen der „Twin Peaks“. Die Lehren von Daoxin und Hongren wurden bekannt, als die East Mountain Lehre.

Die East Mountain-Lehren wurden als die "authentischen" buddhistischen Chan-Lehren angesehen, wie sie von Hongrens Schüler gefördert wurden. Yuquan Shenxiu, der bekannteste buddhistische Mönch seiner Zeit. Hongrens Bedeutung kann durch die Tatsache festgestellt werden, dass eine Zusammenstellung seiner Lehren, vermutlich kurz nach seinem Tod, die Abhandlung über die Grundlagen der Kultivierung des Geistes, ist die früheste Sammlung der Lehren eines Chan-Meisters.

Hongren war der fünfte Patriarch des Chan-Buddhismus in China.

638 - 713

Dajian Huineng

​Der Dharma wurde nachts an Huineng weitergegeben, als der Patriarch Huineng "die Lehre der plötzlichen Erleuchtung" sowie sein Gewand und seine Schale übermittelte. Er sagte zu Huineng: „Sie sind jetzt der Sechste Patriarch. Pass auf dich auf, rette so viele Lebewesen wie möglich und verbreite die Lehren, damit sie in Zukunft nicht verloren gehen.

Der Sechste Patriarch erreichte das Tayu-Gebirge innerhalb von zwei Monaten und stellte fest, dass Hunderte von Männern ihm folgten und versuchten, ihm das Gewand und die Schüssel zu rauben. Das Gewand und die Schale konnten jedoch nicht von Huiming bewegt werden, der dann um die Übermittlung von Dharma von Huineng bat. Huineng half ihm, Erleuchtung zu erlangen und setzte seine Reise fort.

Doktrinell ist die Südliche Schule mit dem Unterrichten verbunden, dass Erleuchtung ist plötzlich, während Nördliche Schule ist mit der Lehre verbunden, dass die Erleuchtung allmählich erfolgt. Dies ist eine polemische Übertreibung, da beide Schulen aus derselben Tradition stammen und die sogenannte Südschule viele Lehren der einflussreicheren Nordschule enthielt. Schließlich starben beide Schulen aus, aber der Einfluss von Shenhui war so groß, dass alle späteren Chan-Schulen ihren Ursprung auf Huineng zurückführten und "plötzliche Erleuchtung" zu einer Standardlehre von Chan wurde.

709 -788

720 - 814

Mazu Daoyi

Baizhang Huaihai

Mazu Daoyi war ein chinesischer Meister des Chan-Buddhismus. Er gilt als ein herausragender Meister der Tang-Zeit. Als Schüler und Dharma-Erbe von Nanyue Huairang stand Mazu in der direkten Nachfolge des Patriarchen Huineng.

Baizhang Huaihai war ein chinesischer Zen-Meister (Chan) zur Zeit der Tang-Dynastie. Er stand in der Dharma-Tradition von Mazu Daoyi. 

Die Tradition schreibt Baizhang die Einführung von Regeln für chinesische Zen-Mönche zu, die Reinen Regeln von Baizhang. Die Regel bestand aus einer Abwandlung des Vinayapitaka und wurde zuerst im Kloster Ta-chih shou-sheng ch'an-ssu angewendet, welches Baizhang gegründet hatte. Leider ist kein Text überliefert. Die Innovation bestand vor allem in einer Meditationshalle, die später typisch für die Schule des Chán werden sollte.

Nach anderen Ansichten wurden die Regeln viel später entwickelt. So schätzen es unter anderen Taixu und Hsu Yun ein.

Da die Zen-Mönche Ackerbau betrieben, konnten sie die Große Buddhistenverfolgung unter Tang Wuzong leichter überstehen als andere Schulen, die stärker auf Almosen angewiesen waren. Die Regeln werden auch heute noch in vielen Zen-Klöstern angewendet. Zu ihrem Bestand gehört unter anderem das berühmte Wort "Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen".

??? - 850

Huangbo Xiyun

Er war einer der größten chinesischen Chan-Meister und Lehrer von Linji Yixuan (jap. Rinzai Gigen) und somit auch Wegbereiter des chinesischen Linji-Chan und des japanischen Rinzai-Zen.

Schon in jungen Jahren verließ er seine Eltern und trat in ein Kloster auf dem Berg Huangbo ein. Zu seinen Lehrern gehörten Baizhang Huaihai und Nansen Fugan. Huangbos Lehre vom „Einen Geist“ enthält in sehr prägnanten und einfachen Formulierungen die Essenz des Zen. Sie soll dem Schüler zur intuitiven (unmittelbaren) Erfahrung der Wahrheit führen, ohne die Zwischenschaltung von begrifflichem Denken und zufälligen Gefühlen. Der überlieferte Text "Huangboshan duanji chanshi zhuanxin fayao", aufgeschrieben vom gelehrten Staatsdiener Pei Xiu, leitete er auch den Bau des letzten Klosters von Huangbo und bestehend aus Unterweisungen des Meisters, aus Dialogen mit Schülern und aus Anekdoten, gilt als gelungener Versuch, mit Worten auf den Einen Geist, der sich allen Begriffen entzieht hinzuweisen.

Huangbo Xiyun und sein Tempel Wanfu-si werden in Japan auch zu Namensgebern der Ōbaku-Schule und des Tempels Mampuku-ji. Der chinesische Mönch Yinyuan Longqi (jap. Ingen), der sich zum Ziel gesetzt hatte, das japanische Zen des 17. Jahrhunderts zu reformieren, nahm den Namen seines Stammklosters Wanfu-si (jap. Mampuku-ji) am Huangbo shan (黄檗山, jap. Obaku san), um mit der Autorität des großen chinesischen Meisters seinem Anliegen einen guten Start zu verschaffen. Neben den weit größeren Schulen Rinzai-shū und Sōtō-shū hat auch die Ōbaku-shū, deren Haupttempel Mampuku-ji in Uji steht, heute noch Bedeutung in Japan. Lehrmethode ist – wie bei Rinzai – die Koan-Schulung, jedoch werden auch Elemente der „Schule des Reinen Landes“ (Amida-Buddhismus) wie die Rezitation des Buddha-Namens praktiziert.

??? - 867

Linji Yixuan

Linji Yixuan ist der Begründer der nach ihm benannten Schule Linji zong, des Meditationsbuddhismus (Chan) im Kaiserreich China, die in der Folge auch in KoreaJapan und Vietnam Fuß fasst. Am bekanntesten ist die japanische Rinzai-shū, die einen Zweig des japanischen Zen-Buddhismus darstellt.

Linji war als junger Mönch in der Huayan-Tradition ein eifriger Studierender der buddhistischen Regeln und Lehrschriften. Eines Tages soll er alle seine schriftlichen Unterlagen verbrannt haben, um ein Mönch der Chan Schule zu werden, deren Belehrungen 'außerhalb der Schriften' übermittelt wurden. So wurde er Schüler von Huángbò sowie dessen Dharma-Nachfolger und erhielt seinen Namen vom Linji-Tempel in Hebei, in dem er ab 851, also zur Zeit der großen Buddhistenverfolgung (ab 845), wirkte. Einige seiner wichtigsten Dharma-Vorträge, Unterweisungen und Dialoge wurden von seinen Schülern im Linji Lu (jap. Rinzai Roku) überliefert.

??? - 867

Linji Yixuan

Linji Yixuan ist der Begründer der nach ihm benannten Schule Linji zong, des Meditationsbuddhismus (Chan) im Kaiserreich China, die in der Folge auch in KoreaJapan und Vietnam Fuß fasst. Am bekanntesten ist die japanische Rinzai-shū, die einen Zweig des japanischen Zen-Buddhismus darstellt.

Linji war als junger Mönch in der Huayan-Tradition ein eifriger Studierender der buddhistischen Regeln und Lehrschriften. Eines Tages soll er alle seine schriftlichen Unterlagen verbrannt haben, um ein Mönch der Chan Schule zu werden, deren Belehrungen 'außerhalb der Schriften' übermittelt wurden. So wurde er Schüler von Huángbò sowie dessen Dharma-Nachfolger und erhielt seinen Namen vom Linji-Tempel in Hebei, in dem er ab 851, also zur Zeit der großen Buddhistenverfolgung (ab 845), wirkte. Einige seiner wichtigsten Dharma-Vorträge, Unterweisungen und Dialoge wurden von seinen Schülern im Linji Lu (jap. Rinzai Roku) überliefert.

Von hier an verläuft die Geschichte etwas unklar. Wenn du genauere Daten hast kannst du mir gerne schreiben und ich werde es dann anpassen. Zumindest hast du hier schon mal einen groben Einblick über die Geschichte des Kung Fu.

1735 - 1796

Chi Sim

Chi Sim soll als Abt des Süd-Shaolin-Klosters einer der fünf Personen („Fünf Ältesten des Shaolins“) gewesen sein, die die Zerstörung des Süd-Shaolin Tempels durch die Truppen der Qing (1644–1912), Mitte des 17. Jahrhunderts, überlebt haben.


Der Süd-Shaolin-Tempel soll in der Provinz Fujian in China lokalisiert gewesen sein. Chi Sim soll der letzte Abt des Süd-Shaolin-Klosters gewesen sein und somit Begründer und zugleich einer der letzten Vertreter diverser Stile der Mönchslinie von Süd Shaolin, die mit ihm unterging. Die Kung-Fu-Stile des Abtes Chi Sim wurden von diesem Zeitpunkt an nur unter seinen fünf weltlichen Schüler unabhängig vom Chan-Buddhismus weitergegeben.

 

Das heutige Nord-Shaolin-Kloster in der Provinz Henan beinhaltet keinerlei Süd-Shaolin-Stile mehr. Neben Wing Chun, das von der Abtissin Ng Mui stammt, zählen zu dieser Gruppe die Stile der Familien Hung –, Choy –, Lee –, Mok – und Ng –. Die Begründer dieser fünf Kampfkunststile („Schulen“, „Familien“) waren allesamt weltliche Wushu-Schüler des Shaolin-Abtes Chi Sim.

 

Gemäß der Geschichte des Wing Chun-Stils, niedergeschrieben von Großmeister Yip Man (Ip Man), tauchte der Shaolin-Abt Chi Sim nach der Zerstörung von Süd-Shaolin als Koch auf den damaligen “Roten Dschunken der kantonesischen Oper” unter. Dort unterrichtete er Leung Yee Kwai, der später den Shaolin-Langstock mit den Doppelmesser von Wong Wah Bo, dem Großmeister des Wing Chun-Stils, tauschte, wodurch die Langstockform in das Wing Chun-Kungfu kam.

1703 - 1776

Ng Mui

Ng Mui soll einer der legendären Fünf Ältesten gewesen sein – Überlebende der Zerstörung des Shaolin-Tempels durch die Qing-Dynastie.

 

Der Legende nach soll sie eine Meisterin verschiedener Kampfkünste gewesen sein, darunter die Shaolin-Kampfkünste, die Wudang-Kampfkünste, Ng Ying Kung Fu und Yuejiaquan sowie den Familienstil von Yue Fei . Sie gilt auch als Begründerin der Kampfkünste Wǔ Méi Pài (Ng Mui-Stil), Wing Chun, Dragon-Stil, White Crane und Five-Pattern Hung Kuen.


Sie wurde mit verschiedenen Orten in Verbindung gebracht, darunter dem Shaolin-Tempel in Henan oder Fujian, den Wudang-Bergen in Hubei, dem Berg Emei in Sichuan, einem angeblichen Tempel des Weißen Kranichs, den Daliang-Bergen an der Grenze zwischen Sichuan und Yunnan und weiteren Orten in Guangxi und Guangdong.

 

Einer Volksgeschichte zufolge war sie die Tochter eines Ming-Generals.

1735 - 1795

Yim Wing-Chun

Yim Wing-Chun war eine Schülerin von Ng Mui. Sie war bekannt für ihre Schönheit und verkaufte Tofu für ihren Lebensunterhalt. Yim heiratete später Leung Bok-Chau, einen Salzhändler, der die Kunst nach ihr "Wing Chun Kuen" (Wing Chun Fist) nannte.

 

Lee (1972) schreibt Yim Wing-chun eine bedeutende Entwicklung der Kunst zu und schreibt ihr die Erfindung der Chi Sao Übung (Hände kleben) zu.

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Leung Bok-Chau

Leung Bok Chau hatte bereits Erfahrung in diversen anderen Stilen sammeln können, sodass ihm das Lernen des neuen Stiles relativ leicht fiel. Beeindruckt vom Wissen und Können seiner Gattin, studierte er den Stil unablässig und lernte ihn verhältnismäßig schnell.

Leung Bok Chau gab den Stil an seinen Onkel Leung Lan Kwai weiter.

Der Legende nach begann Leung Lan Kwai die Herren Wong Wah Bo und Leung Yee Tai in der Lehre des Wing Tsjun zu unterweisen, doch tatsächlich blieb Leung Bok Chau ihr hauptsächlicher Lehrer.

1826 - 1901

Doktor Leung Jan

Doktor Leung Jan war ein Kräuterarzt und Apotheker, der es verstand, sowohl die harten als auch die weichen Elemente des Wing Tsjun zu ergänzen und harmonisch zusammen zu führen. Er begann in den 1840er Jahren, Wing Tsjun von den Mitgliedern der Operntruppe zu lernen.

 

Am meisten verbreitet ist die Annahme, dass Leung Jan für einige Zeit auf den Roten Dschunken aushalf und während dieser Zeit von Leung Yee Tai in Wing Tsjun unterwiesen wurde. Dieses dürfte sich zwischen 1840 und 1850 abgespielt haben.

Nach dem Tod seines Vaters, kehrte Leung Jan in dessen Apotheke zurück, um diese weiter zu führen.

Dennoch führte er sein Wing-Tsjun-Studium weiter und nun wurde er ebenfalls neben Leung Yee Tai von Wong Wah Bo unterrichtet. Manche Quellen berichten, dass es sich zu dieser Zeit zutrug, dass er in Gemeinschaftsarbeit mit seinem zweiten Lehrer Wong Wah Bo die drei waffenlosen Handformen entwickelte, welche maßgeblich der Weitergabe des Stiles dienen sollten.

Leung Jan vediente sich den Titel „Wing Tsjun Kung Fu Wong“ oder „König des Wing Tsjun Kung Fu“ durch den Sieg über 300 Herausforderer. Ebenfalls war er der erste, der Kämpfer vieler verschiedener Kampfstile mit seinen Wing-Tsjun-Methoden bezwang.

1836 - 1909

1893 - 1972

Chan Wa Shun

Yip Man

Chan Wa Shun, auch genannt Wah der Geldwechsler ist der nächste für die Stammbaumreihe wichtige Persönlichkeit. Er war Schüler Dr. Leung Jans und den meisten heute bekannt als Lehrer von Yip Man.

Yip Man erlernte 1906 die bis dahin noch kaum bekannte Kampfkunst Wing Chun von Chan Wah-shun, Chén Huáshùn), der von 1901 bis 1906 in einem Laden für Porzellan- und Steinzeugwaren auf der damaligen Straße namens Lin Fa Dei in Foshan arbeitete und Wing Chun-Schüler ausbildete.

 

Spätere Lehrer Yip Mans waren Chans Schüler Ng Jung-su und Leung Bik (Liáng Bì, 1845–1920), ein Sohn von Chans Lehrer Leung Jan (auch Leung Jaan, Liáng Zàn). Leung Bik ist der zweite Sohn Leung Jans und der jüngere Bruder von Leung Chun (Liáng Chūn). Er kam während der politisch instabilen Zeit der kaiserlichen Qing-Regierung (1644–1912) nach Hongkong, um Geschäfte in der Textilbranche zu machen.

Mit fünfzehn Jahren ging Yip Man nach Hongkong, um dort zur Schule zu gehen, verließ die Stadt jedoch für zwei Jahre wieder, um seine Ausbildung in der Kampfkunst zu beenden. Als Sechzehnjähriger traf 1909 Yip Man in Hongkong Leung Bik. In dieser Zeit wurde Yip Man sein Kungfu-Schüler in Wing Chun.

 

Yip Man arbeitete später auch einige Jahre als Ermittler für die Polizei in Südchina, bevor er Ende 1949 (Gründung der VR China am 1. Oktober) wieder nach Hongkong kam, um eine Wing-Chun-Schule in der Kowloon Restaurant Association zu eröffnen. Dieser folgten später noch weitere.

1966 wurde (alle bekannten Quellen geben dies so an) auf einen Vorschlag Yip Mans hin die Ving Tsun Athletic Association von seinem Sohn, Yip Chun, und sechs weiteren Schülern in Hongkong gegründet (Yip Man verwendete die Transkription Ving Tsun für die Kampfkunst, die in Europa häufig als Wing Chun transkribiert wird.

Yip Man unterrichtete Wing Chun erstmals in seiner Heimat Foshan, später in Hongkong.

Sein wohl berühmtester Schüler war Bruce Lee, der nach Amerika auswanderte und dort auch Elemente des Wing Chun verwendete, um seinen eigenen Stil Jeet Kune Do zu kultivieren.

1947 - heute

Leung Ting

Leung Ting war der Schüler von Leung Sheung, dem ersten und sehr tüchtigen Schüler Yip Mans. Zwischen Leung Sheung und Yip Man entbrach ein erbitterter Streit. Der Grund möge Eifersüchteleien gewesen sein. Es wird berichtet, dass Yip Man ihm Schüler wegnahm – und nicht zurückgab – mit der Begründung, dass sie besser nur von ihm persönlich lernen sollten. Üble Dinge wurden als Rache gegen Yip Man angestiftet.

Als Reaktion darauf rief Yip Man den talentiertesten Schüler von Leung Sheung zu sich und unterrichtete ihn in den höchsten Theorien und Techniken des WingTsun. Dieser Schüler war Leung Ting.

Leung Ting wurde von Yip Man als Nachfolger bestimmt und zum Cheftrainer der “Ving Tsun Athletic Association” berufen. Nach dem Tod von Yip Man hatte Leung Ting in Hongkong keinen leichten Stand mehr.

 

Um den Streit beizulegen und auch nach außen zu dokumentieren, dass er etwas anderes als der Rest von Yip Mans Schülern machte, schrieb er künftig seinen Stil mit “W” – WingTsun.

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