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In meiner Produktionsphase von meinem Album lernte ich die Inhaber vom Blucino-Store in Wedding kennen. Sie sponsorten mich mit Klamotten und ich schrieb einen Song für sie, welches auf mein Album kam. Hassan der Besitzer kaufte inzwischen die Picaldi-Kette in Berlin auf und schloss den Blucino-Store.

Ich war ganz verwundert, als ich nach Wochen wieder vor dem Laden stand. Zum Glück waren da noch die alten Gesichter. Ich verbrachte viel Zeit mit den Jungs, wurde regelmäßig zum Mittagessen eingeladen und ich half abundzu mal im Laden für ein paar Minuten aus. Eine Hand wäscht eben die andere. Somit war es auch für mich selbstverständlich, den Jungs zu helfen, den Picaldi-Store in Steglitz einzurichten. Leider gibt es heute nur noch den in der Karl-Marx-Strasse in Neukölln. Ein Foto von Hassan und mir gibt es bisher nicht, dafür habe ich noch eines gefunden mit Jamal und Torsten. Diese Jungs waren sehr coole Typen. In ihren Läden wurde sogar Werbung für mich gemacht und mein Album teilweise angeboten.

Mein Kumpel, der Grinch hatte sogar auch was davon, denn ich bekam für meine Leute einen guten Preisnachlass für die Klamotten. Wir sahen beide immer fresh gekleidet aus und waren jede Nacht in ganz Berlin unterwegs am Feiern. Zum Morgen hin, wenn alles so langsam zu machte saßen wir in den Wohnungen unserer Nachbarn und feierten dort weiter. Auf einer dieser Privatpartys lernte ich auch meine damalige Freundin kennen. Irgendwann verlagerten wir unsere Partys zu mir nach Hause. Matze, so wie der Grinch eigentlich hieß entfernte sich irgendwann von unserer Gruppe. Ich weiß nicht mehr, was der Grund dafür war. Es war eine ein turbulente Zeit, mit wechselndem Publikum. Matze ging und sein Nachbar Marco, sowie einer meiner Kumpels aus dem Telecafé kamen dazu. Sogar ein weiterer, den wir im Telecafé kennen gelernt hatten wurde fester Bestandteil unserer Home-Partys.

Dirk, im mittleren Bild ganz rechts war der ruhigere von uns allen. Patty im mittleren Bild ganz links war unsere Stimmungskanone. Wo er war, war es grundsätzlich lustig. Aufgrund dessen das viele von uns arbeiten waren, mussten auch mal die Partys reduziert werden. Meine Freundin und ich verbrachten viel Zeit bei unserem Kumpel Marco. Ich habe ihn gerne geärgert. Obwohl er ein keiner Zwerg ist, hält der Kleine echt viel aus. Ich hatte mir sogar mal den Gag gegönnt und ihm die Haare rasiert. Er ging mit einem Hakenkreuz auf dem Kopf ins türkische Telecafé und wurde dafür ausgelacht. Marco war der Meinung, dass ich ihm ein hinduistisches Glückssymbol reinrasiert hatte. Haben wir gelacht.


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Mein Sieg beim WordUp-HipHop-Contest 2008 brachte mir ein paar Vorteile ein. Eine Gruppe von drei Jungs traten mit Hilfe des Quartiersmanagement bei verschiedenen Veranstaltungen auf. Die Kings of Kiez. Ich durfte mit diesen Jungs deutschlandweit auftreten. Wir hingen auch privat zusammen ab. Doch hielt diese Cooperaktion nicht lange an und die Gruppe löste sich komplett auf. Jeder ging seinen eigenen Weg, auch privat. Der Kontakt zu den Jungs brach dann ganz ab.

Etwas später wurde ich von einem Bekannten aus meiner Nachbarschaft zur SigthSeeing-Tour durch Berlin und anschließend zur GraffitiBox-Jam am Ostbahnhof eingeladen. Diese Jam war eine bekannte HipHop-Veranstaltung auf der viele Künstler auf verschiedenen Bühnen auftraten. Es traten DJ´s, MC´s und Breakdancer auf und es gab extra aufgestellte Wände für Sprayer. An diesem Tag gewann Visa Vie verdienterweise den Rap-Contest. Ich begegnete sie an diesem Tag zum ersten mal. Als ich ein, zwei Jahre später mein Album am Alexanderplatz verkaufte, kaufte mir Visa Vie auch eines ab. Das fand ich echt nett. Ein paar Jahre später begegneten wir uns wieder am Alexanderplatz und da entstand dann dieses Foto von uns.


Zurück zu 2008. Nach dieser Jam war es erst einmal wieder ruhig. Ich ging wieder regelmäßig ins Telecafé und vermehrt in die umliegenden Kneipen. In einer dieser Kneipen lernte ich ein Mädchen kennen, die mich im Anschluss mit nach Hause nahm. Was ich nicht wusste, diese Wohnung war nicht ihre, sondern die vom Grinch. Der kam auch wenige Minuten später nach Hause und die Stimmung war im Arsch. Das Mädchen nächtigte nur vorübergehend bei ihm. Nach einem kurzem Streit verschwand sie plötzlich. Der Grinch bot mir was zum trinken an und wir lernten uns kennen. Wir wurden richtig gute Freunde. Ich habe ihn gerne Grinch genannt, weil er ein bisschen so aussah. Er war aber ein ganz lieber Mensch.

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Während wir uns beim Bund in unserer Stube für weitere Aufgaben bereit hielten, schrieb ich die Tracks für mein Album fertig. An den Wochenenden verbrachte ich dann wieder meine Zeit im Telecafé. Dies ermöglichte mir, den Kontakt zu George Young und The Neckbreakers aufzunehmen.

Die beiden kamen aus Landshut. The Neckbreakers produzierte Beatz und George Young war ein Feature Gast auf meinem Album. Die Aufnahmen entstanden meist an den Freitagen nach Dienstschluss, in Rathenow bei Maticx im Tonstudio. Das war praktisch, da Rathenow direkt auf meinem Weg lag. Zwei Beatz aus meinem Album waren von Maticx, einer von DJ SES und die restlichen bekam ich von The Neckbreakers. Dieses Album war ein Meisterwerk. Dass dieses Album meine Zukunft stark beeinflussen wird, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Ich ließ anfangs nur eine kleine Auflage von meinem Album herstellen, aber alleine meine Kameraden beim Bund nahmen mir schon fast alle ab. Geile Jungs. Dafür noch einmal ein Recht herzliches Dankeschön. Ich bin mit meinen Tracks sogar auf unserer Abschlussparty aufgetreten. Nach der Bundeswehr war ich umso mehr auf meine Musik fokussiert. Als ich im Internet von einem HipHop-Contest bei mir in der Nähe las, meldete ich mich direkt an. Ich nahm das erste Mal an einem HipHop-Contest teil. Wie läuft es bei einem Contest ab? Habe ich überhaupt eine Chance? Ich war sehr aufgeregt, aber hatte mir eigentlich nichts weiter dabei gedacht. Ich war einer von 150 Teilnehmern und zog mein Ding durch. Umso überraschender war es für mich, dass ich diesen Contest auch noch gewann.


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